Die beliebtesten Nadelbaumsorten für den Weihnachtsbaum in Deutschland:

Jedes Jahr werden hierzulande an die 30 Mio. Weihnachtsbäume verkauft. Während es meist klar ist, dass es sich bei diesen um Nadelbäume handelt, ist trotzdem nicht jeder Baum gleich. Zumindest bei uns in Deutschland dominieren eindeutig zwei Nadelbaumsorten für den Weihnachtsbaum:

Platz 1: Die Nordmanntanne

Die Nordmanntanne (Abies nordmanniana) gilt mit einem Marktanteil von über 70 % als die Königin der Weihnachtsbäume in Deutschland, nicht zuletzt wegen ihres üppigen, grünen Erscheinungsbildes und der hohen Nadelretention. Diese Tannenart stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und wird für ihre Robustheit und das geringe Allergiepotenzial geschätzt. Die Nadeln der Nordmanntanne sind dick und glänzend, was dem Baum ein lebhaftes, frisches Aussehen verleiht, das auch nach Wochen kaum an Charme verliert. Dies macht sie besonders beliebt in Haushalten mit Kindern oder Haustieren, da sie weniger stachelig sind als andere Arten.

Platz 2: Die Blaufichte

Die Blaufichte (Picea pungens), oft auch als Colorado-Tanne bekannt, fällt durch ihre einzigartige silbrig-blaue Farbe auf. Ursprünglich aus Nordamerika stammend, hat sie sich aufgrund ihres markanten Aussehens und ihres starken, harzigen Duftes, der oft mit dem Weihnachtsfest assoziiert wird, auch mit einem Marktanteil von 15% in europäischen Gärten und Wohnzimmern etabliert. Trotz ihrer Schönheit sind die Nadeln der Blaufichte ziemlich scharf, was sie weniger geeignet für Familien mit kleinen Kindern macht. Ihre Popularität verdankt sie auch ihrer Fähigkeit, auch in wärmeren Innenräumen relativ lange frisch zu bleiben.

Platz 3: Die klassische Fichte

Die klassische Fichte, auch als Gemeine Fichte (Picea abies) bekannt, spielte lange Zeit eine zentrale Rolle in der deutschen Weihnachtstradition. Dieser Baumtyp, der wegen seiner weiten Verbreitung und schnellen Wachstumsraten in europäischen Wäldern leicht zugänglich war, diente vielen Familien als Weihnachtsbaum. Die Fichte zeichnet sich durch eine dichte, kegelförmige Krone aus und ist bekannt für ihre tiefgrüne Farbe. Allerdings sind ihre Nadeln vergleichsweise spitz und können leicht abfallen, besonders wenn sie trocken wird, was in beheizten Innenräumen schnell geschehen kann. Ihre Nadeln verströmen einen angenehmen, harzigen Duft, der jedoch mit einem frühen Nadelfall einhergeht. Diese Eigenschaften führten dazu, dass viele Haushalte auf langlebigere und pflegeleichtere Alternativen umgestiegen sind, obwohl sie bei nachhaltig orientierten Käufern, die regionale Produkte bevorzugen, weiterhin beliebt ist.

Platz 4: Die Rotfichte

Die Rotfichte (Picea excelsa), eine nahe Verwandte der klassischen Fichte, behält viele Eigenschaften ihres Gegenstücks, bietet jedoch einige zusätzliche ästhetische Vorzüge. Die Nadeln der Rotfichte sind etwas länger und weniger spitz, was sie etwas weniger stachelig macht als die der gewöhnlichen Fichte. Ihre markante rötliche Färbung verleiht ihr ein einzigartiges Erscheinungsbild, das sie besonders während der Festtage attraktiv macht. Die Rotfichte wächst bevorzugt in kühleren, bergigen Regionen und hat eine gute Kältetoleranz, was sie zu einer ausgezeichneten Wahl für Weihnachtsbäume in kälteren Klimazonen macht. Sie ist ideal für diejenigen, die eine traditionellere, rustikale Weihnachtsdekoration schätzen und Wert auf eine natürliche Optik legen.

Platz 5: Die Edeltanne

Die Edeltanne, auch als Nobilis-Tanne (Abies procera) bekannt, ist eine exquisite Wahl für den Weihnachtsbaum und wird oft für ihre ästhetischen Qualitäten geschätzt. Mit ihren langen, weichen Nadeln, die weder stechen noch leicht abfallen, bietet sie eine benutzerfreundliche Alternative zu traditionelleren Arten. Ihre Nadeln sind silbrig-grün und verleihen dem Baum ein glänzendes, festliches Aussehen. Die pyramidenförmige Wuchsform der Edeltanne ist symmetrisch und gleichmäßig, was sie besonders attraktiv für aufwendige Dekorationen macht. Obwohl die Anschaffungskosten höher sind als bei anderen Weihnachtsbaumarten, entscheiden sich viele Käufer aufgrund ihrer Haltbarkeit und ihres geringen Pflegebedarfs dennoch für eine Edeltanne. Ihr Duft ist subtil und angenehm, was sie zu einer hervorragenden Wahl für Innenräume macht, in denen ein starker Geruch als störend empfunden werden könnte.

Platz 6: Die Kiefer

Die Kiefer, speziell die Waldkiefer oder Pinus sylvestris, ist ein Baum mit robustem Charakter und zunehmender Beliebtheit als Weihnachtsbaum in Deutschland. Diese Art stammt aus den Wäldern Nordeuropas und Russlands und zeichnet sich durch ihre gerade Wuchsform und die robuste, widerstandsfähige Natur aus. Ihre langen, flexiblen Nadeln, die in Büscheln wachsen, sind weniger dicht gepackt als bei Tannen und Fichten, was der Kiefer ein luftigeres Aussehen verleiht. Dieser Baum ist besonders widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und Schädlingen und behält seine Nadeln über einen langen Zeitraum, selbst unter weniger idealen Bedingungen. Ihre Nadeln verströmen einen starken, balsamischen Duft, der oft mit dem Duft des Waldes verglichen wird und in der Weihnachtszeit für eine besondere Atmosphäre sorgt. Die Kiefer ist eine hervorragende Wahl für diejenigen, die nach einem langlebigen, pflegeleichten und aromatischen Weihnachtsbaum suchen, der eine traditionelle, naturnahe Ausstrahlung hat.

Platz 7: Die Douglasie

Die Douglasie, wissenschaftlich als Pseudotsuga menziesii bekannt, stellt eine einzigartige Option unter den Weihnachtsbäumen dar. Dieser Baum, der ursprünglich aus Nordamerika stammt, hat sich aufgrund seiner ästhetischen Qualitäten und seines angenehmen Duftes auch in europäischen Gärten und Wohnzimmern etabliert. Die Nadeln der Douglasie sind ungewöhnlich weich und dünn, und ihre Zweige zeichnen sich durch eine bemerkenswerte Biegsamkeit aus. Diese Eigenschaften machen sie besonders empfindlich gegenüber schwerem Weihnachtsschmuck wie große Glaskugeln oder massive Holzdekorationen. Stattdessen eignet sich die Douglasie hervorragend für leichte Zierde wie feine Strohsterne oder filigrane Glaskugeln, die ihre zarte Struktur nicht überfordern. Ein weiteres charakteristisches Merkmal der Douglasie ist ihr Duft. Sie verströmt einen leichten, frischen Zitrusduft, der viele an einen Spaziergang durch sonnige, nadelbewachsene Wälder erinnert.

Platz 8: Die Schwarzkiefer

Die Schwarzkiefer, auch bekannt als Pinus nigra oder Schwarzföhre, ist eine Baumart, die ursprünglich aus Südeuropa stammt, aber mittlerweile auch in deutschen Forstgebieten, besonders auf den sandigen Böden Brandenburgs, angebaut wird. Diese Kiefernart ist bekannt für ihre Robustheit und Langlebigkeit, was sie zu einer ausgezeichneten Wahl für einen Weihnachtsbaum macht, der über die gesamte Festzeit hinweg attraktiv bleiben soll. Ihre Zweige sind stark und können problemlos auch schwereren Weihnachtsschmuck tragen, von traditionellen Holzfiguren bis zu opulenten Glaskugeln.

Ein markantes Merkmal der Schwarzkiefer ist ihre Harzproduktion. Die Baumart sondert natürlicherweise viel Harz ab, was ihr einen intensiven, harzigen Duft verleiht. Dieser Duft kann als besonders waldig und erdig empfunden werden und verstärkt das Gefühl, ein Stück unberührte Natur direkt ins Wohnzimmer geholt zu haben.

Fazit

Wie man sieht, gibt es nicht nur „die eine“, sondern viele Nadelbaumsorten für den Weihnachtsbaum. Während die Nordmanntanne hier immer noch vorherrschend ist, wählen viele Deutsche mittlerweile auch Alternativen aus, die sich z.B. durch einen ursprünglicheren Wuchs oder einen natürlichen Duft auszeichnen. Allen gemein ist jedoch, dass die Auswahl eines Weihnachtsbaums jedes Jahr ein besonderes Ritual darstellt, auf dass sich viele schon im Vorfeld freuen.

Übrigens: Wie Du Deinen Weihnachtsbaum wieder sicher und gesetzeskonform entsorgen kannst, erfährst Du hier.

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